Dritte N-Gabe im Weizen nach Zonen in Zschettgau

agumenda/ Juni 2, 2021

Pünktlich mit dem Schieben der Ähren konnte heute in unserem Beratungsbetrieb der Landgut Zschettgau GmbH unter optimalen Bedingungen die dritte N-Gabe im Weizen gefahren werden. Der Weizenbestand (Sorte Lemmy) nach Mais hatte bis dahin flächeneinheitlich 120 kg N/ha erhalten. Die Absicherung des Schwefelbedarfs erfolgte mit der 1. N-Gabe Anfang März. Zur Abschlussgabe kam wie zum Schossen (Mitte April) Kalkammonsalpeter zum Einsatz. Dieser dürfte sich mit dem nächsten Morgentau aufgelöst haben, benötigt aber noch weitere Niederschläge um in den Wurzelraum zu gelangen.

Der im Rahmen der Betriebsberatung durch uns begleitete Schlag zählt zu den ertragreichsten Flächen im Betrieb. Bei einer Größe von mehr als 90 ha weißt er jedoch die für die Region typischen  beachtliche Bodenunterschiede, auf.  Vor allem bei den oft trockenen Bedingungen im Frühjahr gerät der Pflanzenbestand auf den sandigen Teilflächen schnell unter Trockenstress.

Da von dieser Fläche aussagekräftige Satellitenabreifebilder zur Verfügung standen, haben wir eine Zonenkarte für den Betrieb erstellt. Diese deckt sich mit den Erfahrungen der langjährig im Unternehmen tätigen Pflanzenbauer, woraufhin die Fläche bereits im Frühjahr teilflächenspezifisch auf Nmin beprobt wurde. Trotz des bislang ungewöhnlich kühlen und feuchten Frühjahrs bestand von beiden Seiten Interesse, die dritte N-Gabe teilflächenspezifisch zu realisieren.

Noch vor dem Befüllen des Amazonestreuers wurde der aktuelle N-Ernährungszustand des Bestandes auf einer guten Teilfläche des Feldes mittels Nitratschnelltest überprüft. Die für den Weizen bei guter Ertragserwartung und angestrebter A-Qualität empfohlene N-Menge (65 kg N/ha) lag dabei sichtbar über der nach DüV noch zur Verfügung stehenden Restmenge (55 kg N/ha).

Um das Düngeniveau in diesen ertragreichen Teilflächen etwas anheben zu können, wurde die N-Düngung auf den sandigeren Teilflächen anteilig reduziert. Dankenswerterweise hat es uns der Betrieb ermöglicht die N-Düngung auf einem größeren Streifen innerhalb des sandigen Teilbereiches noch weiter zu reduzieren, um das für die Zone gewählte N-Niveau überprüfen zu können.

Wir bedanken uns beim Betrieb für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung neuer Ideen auf der Fläche (teilschlagspezifische P-Düngung, variabler Wachstumsreglereinsatz).

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