Nachlese Syngenta „Agrotreff Sachsen“ am 09.01.2020

Marc Buechner/ Januar 9, 2020

Heute hatten wir beim „Agrotreff Sachsen“ der Syngenta die Möglichkeit zum Thema „Erfolgreiche Düngung unter Berücksichtigung des Gewässerschutzes“ zu sprechen und in diesem Zusammenhang unsere aktuelle Ergebnissen aus dem Beratungsalltag und aus Praxisversuchen mit den zahlreich anwesenden Landwirten zu teilen. Reproduzierbarkeit von Nmin-Ergebnissen als Instrument zur Düngeplanung Aus unseren zahlreichen Erfahrungen aus Exakt- und Praxisversuchen können wir ableiten, dass die Nmin-Untersuchung vor Vegetationsbeginn belastbare und reproduzierbare Ergebnisse für die Düngebedarfsermittlung im Frühjahr erbringt. Dies setzt eine sach-gerechte Probenahme möglichst zeitnah vor dem geplanten Düngetermin sowie ggfs. unter Berücksichtigung der Heterogenität des Bodens voraus. https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/Infoblatt_NminProbenahme_2019_02_19.pdf N-Nachlieferung aus dem Boden, der Zwischenfrucht und der organischen Düngung Eigene Erfahrungen aus Praxisdemonstrationen der letzten Jahre, aber auch mehrjährige Ergebnisse aus Exaktversuchen des LfULG https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/B74_Kurzbericht19_fuer2018.pdf, zeigen, dass Mais auf tiefgründigen bzw. regelmäßig organisch gedüngten Standorten nur vergleichsweise moderat auf steigende N-Düngeniveaus reagiert. Die Düngeeffekte werden hierbei häufig durch die N-Nachlieferung aus dem Boden – je nach Standort kann diese zwischen 90 und 180 kg N/ha betragen – überdeckt. Insbesondere Mais, aber auch Zuckerrüben, sind aufgrund ihrer langen Vegetationszeit dazu prädestiniert diese N-Quelle optimal zu nutzen. Weiterhin bei der Düngeplanung zu Mais und Zuckerrüben speziell in diesem Jahr zu berücksichtigen ist, dass diesen Kulturen mitunter sehr kräftig entwickelte Zwischenfruchtbestände voranstehen. Im Rahmen der Betriebsberatung haben wir überwiegend hohe bis sehr hohe N-Aufnahmen von mitunter über 100 kg N/ha in Zwischenfrüchten ermittelt. Von der aufgenommenen N-Menge können bis zu 50 % zur N-Ernährung der nachgebauten Sommerung angesetzt werden. Nutzung von Satellitendaten Im Rahmen der Betriebsberatung haben wir im Zeitraum von Mitte November bis Anfang Dezember auf insgesamt 26 Praxisschlägen die gewachsene Biomasse und N-Aufnahme von Winterraps ermittelt. Die Auswahl der Probepunkte innerhalb der Schläge erfolgte auf Grundlage von Satellitenkarten in möglichst unterschiedlich entwickelten Teilbereichen. Bereits bei der Handprobenahme im Feld wurde deutlich, dass die unterschiedliche Bestandesentwicklung innerhalb der Schläge gut durch die Satellitendaten wiedergegeben wurde. Entscheidend für die pflanzenbauliche Nutzung der vegetationsbeschreibenden Indizes ist deren „Übersetzung“ in einen realen Wert, d.h. in die tatsächliche N-Aufnahme der Pflanzen. Der Abgleich der Referenzmessungen im Feld mit verschiedenen Indizes erbrachte eine relativ gute Übereinstimmung mit dem SAVI-Index, welcher daraufhin für die Erstellung der N-Aufnahmekarten genutzt wurde. Satellitendaten eignen sich außerdem auch sehr gut zur Erstellung von Ertragspotenzialzonen. Wertvoll in diesem Zusammenhang sind insbesondere Karten mehrerer Jahre die den Schlag in der Abreife des Bestandes abbilden. Somit lassen sich innerhalb der Fläche z.B. Areale mit dauerhaft hoher Nährstoffnachlieferung (z.B. Hangabflussbahnen) oder Schieflagen (z.B. Sandlinsen oder erodierte Kuppen) identifizieren. In diesen Teilflächen besteht ein beträchtliches N-Einsparpotenzial.

Nachlese zum Workshop in Hainichen am 10.12.2019

Marc Buechner/ Dezember 10, 2019

Der Workshop am 10.12.2019 in der Agrargenossenschaft Hainichen stand ganz im Zeichen der aktuell mit der erneuten Novellierung der DüV für die „roten Gebiete“ diskutierten zusätzlichen Einschränkungen bei der Herbstdüngung. Insbesondere tierhaltende Betriebe stellt dies vor enorme Herausforderungen. Ziel des Workshops war es mit den aus ganz Sachsen angereisten Teilnehmern verschiedene Anpassungsmöglichkeiten an die zu zukünftig zu erwartenden Regelungen vorzustellen, wohlwissend, dass hier jeder Betrieb unter seinen individuellen Bedingungen Entscheidungen treffen muss. Vortrag „Müller – Aktuelle Situation“ zum Nachlesen Frau Dr. Ahnert, Fachberaterin Rind bei ATR Landhandel, wies zunächst auf die Notwendigkeit einer eng am Bedarf ausgerichteten Proteinversorgung in der Milchviehfütterung hin. „Sicherheitszuschläge“ beim Futterprotein müssen von den Tieren energetisch aufwändig ausgeschieden werden und treiben zudem unnötig die Futterkosten in die Höhe. Dass der Großteil der Betriebe für dieses Thema entsprechend sensibilisiert ist, verdeutlichte Sie anhand von Daten des LKV Sachsen. Demnach ist in den letzten Jahren eine positive Entwicklung der Milchharnstoffgehalte zu verzeichnen. Vortrag „Dr. Ahnert – Fütterung“ zum Nachlesen Herr Heidenreich vom LfULG wies in seinem Vortrag zum Thema Lagerkapazität von Wirtschaftsdüngern u.a. auf die ab 2020 zunehmenden Anforderungen an die Mindestlager-kapazität von Festmist von Huf- und Klauentieren (derzeit 33 Tage, zukünftig 2 Monate) hin. Auch für Biogasanlagen (ohne eigene Fläche für die Gärrestaufbringung) gelten ab 2020 neue Regelungen (derzeit 6 Monate, zukünftig 9 Monate). Abschließend ging Herr Heidenreich auf die Fördermöglichkeiten bei der Errichtung neuer Lagerstätten ein. Demnach können bis zu 40 % des Investitionsvolumens gefördert werden. Der nächste Call endet am 31.03.2020. Vortrag „Heidenreich – Lagerung“ zum Nachlesen Dass es mit der Errichtung von zusätzlichem Lagerraum allein nicht getan ist, wurde seitens der Landwirtschaftsbetriebe intensiv diskutiert. Mit dem Wegfall der Herbstdüngung zu Gerste (nach Getreide) fehlt in vielen Betrieben wichtige Ausbringfläche, sodass das Problem zunächst nur mit ins Frühjahr genommen wird. Gerade in den Vorerzgebirgslagen ist die Befahrung der Flächen im zeitigen Frühjahr kaum möglich. Umso wichtiger ist es die noch vorhandenen Ausbringmöglichkeiten im Herbst im Betrieb zu erhalten. Die „45 kg Nmin-Regelung“ vor Raps als Voraussetzung für eine Düngung im Herbst ist keineswegs praxisgerecht. Auch die Beerntung von Zwischenfrüchten vor Mais ist nicht frei von Problemen. Einige Winterzwischenfrüchte sind zwar greeningfähig und lassen eine Verwertung in der Fütterung zu, erhöhen jedoch das Risiko des folgenden Maisanbaus bei Trockenheit beträchtlich. Sommerzwischenfrüchte können vor Winter zwar noch akzeptable Biomasseerträge erbringen, sind jedoch nur bedingt fütterungstauglich. Vortrag „Theiß -Mögliche Anpassungen“ zum Nachlesen Das abschließende Thema Separierung von Rohgülle bzw. Gärresten stieß auf großes Interesse im Saal. Ein Hemmnis hierbei stellt aktuell die Ungleichbehandlung von abgepresster Festphase aus Gülle und Gärrest hinsichtlich der Anforderungen an die Lagerkapazität (6 Monate) gegenüber herkömmlichen Festmist (2 Monate, ab 2020) dar. Die Tatsache, dass unvergorener Güllefeststoff zumindest bei der Ausbringung wie Festmist behandelt wird, birgt hingegen Chancen zur flexibleren Verteilung der Nährstoffe im Betrieb. Für die abgepresste Festphase aus Gärresten gelten hingegen unverständlicherweise die Regelungen wie für die Ausbringung flüssiger organische Dünger. Vortrag „Theiß – Zusammenfassung Radeburg“ zum Nachlesen Am Thema Separierung interessierten Betrieben bietet sich Anfang nächsten Jahres die Gelegenheit die Separationsanlage

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Biomasse im Raps ermitteln

Marc Buechner/ November 19, 2019

In den vergangenen Tagen waren wir vermehrt in den Rapsbeständen unserer Beratungsbetriebe unterwegs. An mehreren vorab via Satellit ausgewählten Messstellen pro Schlag haben wir die gewachsene Biomasse der Rapspflanzen ermittelt. Hierzu wurden Pflanzen geschnitten, gewogen und zur Bestimmung des aufgenommenen Stickstoffs in Labor gegeben. Dabei entsprechen 1 kg Frischmasse/m² etwa einer N-Aufnahme von 50 kg/ha. Durch die Handmessungen ist in Kombination mit. Multispektralaufnahmen von Satelliten eine flächendeckende Erfassung der Biomasse bzw. N-Aufnahme des Rapsbestandes im Feld vor Winter möglich. In der fachlich erweiterten Düngeempfehlung im Programm BESyD wird die Vorwinterentwicklung im Berechnungsalgorithmus entsprechend berücksichtigt. In zahlreichen von uns durchgeführten Rapsdemonstrationen konnten somit bei gleichem Ertrag im Mittel 30 kg N/ha  im Vergleich zu den gültigen Vorgaben nach neuer  DüV eingespart werden. Bei stark heterogener Bestandesentwicklung erstellen wir für die Betriebe auch eine Applikationskarte zur teilflächenspezifischen Ausbringung.

Nachlese der Workshops in Skäßchen und Barmenitz

Marc Buechner/ November 6, 2019

Am 06.11.2019 fanden unsere beiden Workshops statt. Zu diesen hatten wir am Vormittag nach Skäßchen und am Nachmittag nach Barmenitz eingeladen. Zum Überthema „Anpassungsstrategien an sich verändernde Düngeniveaus“ referierten unsere Gäste Andreas Wilhelm (Freier Berater-DLS Schmidt) Alexander Fölsch (Norddeutschen Pflanzenzüchtung) und wir. Das Fazit aus dem „Getreidemarkt- Vortrag“ von Herrn Wilhelm lässt sich gut zusammenfassen. Es gibt Sorten in den verschiedenen Qualitätssegmenten, die – zumindest einjährig – eine bessere Stickstoffverwertung haben. Bei einem knapperen N Angebot empfiehlt er, auf Hochertragsstandorten nicht auf Qualitätsweizen ohne Kontrakte zu setzten, da hier der am Markt zu erlösende Mehrwert auf einzelne Qualitätsprogramme begrenzt ist. Die Konzentration der Mühlen auf wenige Standorte (Braunschweig/ Magdeburg und Krefeld) brächten zusätzlich Druck auf den schon kleinen Qualitätsgetreidemarkt. Herr Fölsch machte uns Hoffnung, dass weiter ein Züchtungsfortschritt existiert (Quelle: BSA, zusammengestellt von Dr. M Frauen und M. Léon) auch wenn dieser, aufgrund der extremen Wetterbedingungen, in den letzten Jahren nicht in der Praxisangekommen ist.) N-Effizienz ist aber ein Züchtungsziel, welches wesentlich durch gesunde und ertragreiche Pflanzen mit einem guten Wurzelsystem erreicht werden kann. Die letzten Jahre waren dafür gute Selektionsjahre. Eine weitere Erkenntnis. die einigen Gästen bekannt war, lässt zusätzlich hoffen, dass nämlich bei einem geringeren N -Angebot der Ölgehalt steigt und so teilweise der ökonomisch Ertragsverlust minimiert werden kann. Die Vorstellung unserer Ergebnisse aus den Vorträgen finden Sie zeitnah zum Download unter Aktuelles. Für die rege Teilnahme von Landwirten und Landwirtinnen aus der jeweiligen Region und darüber hinaus möchten wir uns recht herzlich bedanken. Die beiden Links zu den Pressemitteilungen des BMEL bzgl. der weiteren Verschärfung der DüV mit besonderem Augenmerk auf die prioritären N-Gebiete finden Sie hier: Pressemitteilungen des BMEL Pressemitteilung Nr. 125 vom 14.06.19 https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2019/125-Duengeverordnung.html Pressemitteilung Nr. 195 vom 26.09.19 https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2019/195-Nitratrichtlinie.html

Claußnitz 10.10.2019

Marc Buechner/ Oktober 10, 2019

28.Maissortendemonstration der Saatgut 2000 in Claußnitz, 10.10.2019 Am 10.10.2019 hatten wir die Möglichkeit bei der 28.Maissortendemonstration, veranstaltet von Saatgut 2000 in der Multi-Agrar Claußnitz GmbH, zum Thema angepasste Maisdüngung aus Sicht des landwirtschaftlichen Gewässerschutzes zu sprechen. Im Rahmen des Vortrages wurden u.a. am Beispiel der diesjährig in Markersdorf angelegten Praxisdemonstration wesentliche Aspekte der Düngebedarfsermittlung bei Mais besprochen. Anlass zur Diskussion boten weiterhin die Ergebnisse der Praxisdemonstration in Pomßen zur teilschlagspezifischen Bewirtschaftung im Maisanbau. Nach den ausgesprochen trockenen Jahren 2018 und 2019 wird zunehmend über eine angepasste Saatstärke, insbesondere auf ertragsschwachen Teilflächen nachzudenken sein, um den begrenzten Wasserreserven Rechnung zu tragen. Vortrag zum Nachlesen    

Spontanes Treffen am Maisfeld in Pomßen

Marc Buechner/ August 26, 2019

Spontanes Treffen am Maisfeld in Pomßen 26.08.2019 Auf einen Standort der Pomßener Agrargenossenschaft e.G. betreuen wir seit dem letzten Jahr einen sehr heterogenen Schlag, an dem wir die Potenziale einer teilschlagspezifischen Bewirtschaftung prüfen. Darüber hinaus wurde im Frühjahr auf einem homogenen Teil der Fläche ein Exaktversuch zum Einsatz von Nitrifikationshemmstoffen bei Silomais angelegt. Nach dem am 23.08. die Wildschneisen in den Maisbestand geschnitten und der Versuch freigehäckselt wurde, hatten wir auf den Vorschlag vom Betriebsleiter spontan mehrere unserer Beratungs-Landwirte zur Versuchsbesichtigung eingeladen, um die Effekte der Düngung am Bestand beurteilen zu können. Das Wichtigste in Kürze: An dem Bestand zeigte sich eindrucksvoll, dass die Stickstoffnachlieferung aus dem Boden unbedingt bei der Düngeplanung berücksichtigt werden sollte. Die 0-Parzellen im Exaktversuch konnten von den anwesenden Landwirten nicht ohne weiteres aufgefunden werden. Als Ergebnis auf die fortlaufenden Nmin-Beprobungen mit Beginn der Vegetation in den ungedüngten Parzellen im Versuch entschloss sich Betriebsleiter auf eine zusätzliche mineralische Nachdüngung seines Maisbestandes zu verzichten Durch die angepasste Düngung – vor Saat wurden 30 m3 Schweinegülle (rd. 80 kg NH4-N/ha) und mit der Aussaat 27 kg N Unterfuß appliziert – konnte der Stickstoffaufwand auf der Fläche deutlich, bei augenscheinlich sehr gutem Pflanzenbestand gesenkt werden. Im vierjährigen Mittel der Fruchtfolge WG-WRaps-WW-Mais ist mit einem moderaten Stickstoffüberschuss von rd. 20 kg N/ha und Jahr auf dem Schlag zu rechnen Beim Einsatz von Nitrifiktionshemmer konnte anhand vom Amonium-Anteil in der N-min Untersuchung nachvollzogen werden, dass Wirkeffekte bis zu 4 Wochen vorhanden waren. Aufgrund der hohen Bodentemperatur im April wurde die NH4N-Fraktion jedoch recht schnell nitrifiziert. Detaillierte und sichere Aussagen können abschließend erst nach der Ernte getroffen werden. Hierzu werden wir im Herbst/Winter zu einer Veranstaltung in der Region einladen. Herzlichen Dank an den Betriebsleiter Thomas Kirschstein für die Möglichkeit zur Anlage sowie zur spontanen Besichtigung des Versuches. Den anwesenden Praktikern danken wir für ihr ihr Interesse und die rege Diskussion vor Ort. Bildunterschrift: Nach dem Freischneiden der Versuchsfläche war ein intensiver Wildschutz mittels Vergrämungsmittel angezeigt.

Strohverteilung überprüfen

Marc Buechner/ August 2, 2019

Die Strohverteilung beim Mähdrusch überprüfen Die Querverteilung des Strohs beim Mähdrusch ist das A und O in Mulchsaatbetrieben. Große Strohhaufen hinter dem Mähdrescher lassen sich bei der nachfolgenden Bodenbearbeitung nur schwer zufriedenstellend auf der Fläche verteilen. Probleme beim Feldaufgang der Nachfrucht sind die Folge. Wir haben in der letzten Woche bei einem unserer Beratungsbetriebe im Landkreis Mittelsachsen die Strohverteilung unmittelbar nach dem Weizendrusch überprüft. Auf dem rd. 50 ha großen Schlag wurde ein Bestand mit sehr guten Ertragsaussichten angetroffen. Entsprechend hohe Strohmengen waren durch die Erntetechnik zu bewältigen. Aus Gründen des Erosionsschutzes auf der deutlich geneigten Fläche, aber auch zur Erhöhung der Druschleistung, schneidet der Betrieb die Pflanzen bei der Ernte grundsätzlich höher, als in den meisten Betrieben üblich. Die Weizenstoppel war nach dem Drusch etwa 15 cm lang. In Absprache mit uns hat der Landwirt eine kleine Teilfläche des Schlages mit gängiger Stoppellänge geerntet. Hier sollen vor Winter Bodenabtragsmessungen gemacht ​werden. 1.) Bonitur der Strohverteilung auf der Teilfläche mit kurzgeschnittener Stoppel, rechts daneben lange Stoppel zum Vergleich 2.) Zur Überprüfung der Querverteilung des Strohs wird aus 9 entlang der Arbeitsbreite des Schneidwerks abgesteckten Teilflächen (je 4 m2) die Strohmenge ermittelt

Feldtag des FBZ Wurzen

Marc Buechner/ Juni 13, 2019

Feldtag des FBZ Wurzen in der Agrargenossenschaft Pomßen e.G. 13.06.2019 „Landwirtschaftlicher Gewässerschutz“ In der Agrargenossenschaft Pomßen e.G. fand am 13.06.2019 der diesjährige Feldtag des Förder- und Fachbildungszentrums Wurzen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie statt.  Neben spezifischen Fragen des Acker- und Pflanzenbaus wurde zum Themenfeld “landwirtschaftlicher Gewässerschutz“ informiert. Mit der Umsetzung der neuen Düngeverordnung traten in mit Nitrat belasteten Gebieten zusätzliche Maßnahmen in Kraft. Nährstoffuntersuchung von Wirtschaftsdüngern, einschließlich Gärrückständen aus Biogasanlagen vor der Aufbringung Bodenuntersuchung auf verfügbaren Stickstoff vor der Aufbringung wesentlicher Mengen an Stickstoff Verlängerung der Sperrfrist für die Aufbringung von Festmist von Huf-/Klauentieren und Kompost Mehr Informationen auf der Webseite des LfULG: https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/Fachbeitrag_DueReVO_03_19.pdf Deren flächenmäßige Festlegung anhand der offiziellen Messstellen war daher ein zentrales Thema der Veranstaltung und sorgte für erheblichen Gesprächsbedarf zwischen den Anwesenden. Bei vielen betroffenen Landwirten besteht nach wie vor Informationsbedarf darüber, nach welchen Kriterien und mit welchen Verfahren die jeweiligen Gebietskulissen festgelegt wurden. Auf der Veranstaltung wurden hierzu nähere Informationen gegeben. Kurzinformation auf der Webseite des LfULG: https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/Kurzinformation_Nitratgebiete.pdf Im Anschluss hieran präsentierte die Beratungsgesellschaft AgUmenda GmbH Möglichkeiten für einen effizienten Nährstoffeinsatz. Im Auftrag für das LfULG berät das Unternehmen Landwirte in Sachsen in den Nitratgebieten, um die Nährstoffeffizienz zukünftig weiter zu steigern. Am Standort in Pomßen wurde in Zusammenarbeit mit dem gastgebenden Betrieb eine Felddemonstration zur Teilflächen spezifischen Bearbeitung angelegt. Durch Beachtung der Unterschiede im Schlag soll zukünftig noch präzisierter Dünger appliziert werden, wodurch die Düngermenge reduziert werden kann. Der Geschäftsführer vom Wassergut Canitz GmbH – ein landwirtschaftliches Tochterunternehmen der Leipziger Wasserwerke – erörterte die Vorteile eines angepassten Ökolandbaus. Neben den Vorzügen im Hinblick auf die Nährstoffeinträge in das Grundwasser verwies er auch auf ein gutes ökonomisches Ergebnis seines Betriebes und hofft auf weiter Umstellungs-interessierte Betriebe. Prinzipiell waren sich die Anwesenden einig, dass die Landwirtschaft ein Eigeninteresse an der Reinhaltung von Luft und Wasser hat. Wichtig hierbei ist aber auch, dass der Praktiker sich auf die ordnungsrechtlichen Vorgaben verlassen kann. Nur so kann über Transparenz Überzeugung innerhalb des Berufsstandes und der oft kritischen Bevölkerung geschaffen werden.

Herzlich Wilkommen

agumenda/ Januar 9, 2019

Herzlich Wilkommen bei Blog der AgUmenda GmbH. Mir möchten diesen Weg nutzen um Ihnen regelmäßig, kurze und aktuell Informationen zu verschieden Themen und  speziell zum „Landwirtschaftlicher Gewässerschutz“ geben. Weiterhin möchten wir Ihnen Ergebnisse aus unserer Arbeit und Interessante Ansätze aus der Landwirtschaft Praxis präsentieren. Wir erhoffen uns dadurch einen besseren Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis und eine erhöhte Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit dafür, dass Themen wie Nitratbelastung und Bodenerosion in den Landwirtschaftsbetrieben in Sachsen ernst genommen werden und Gemeinsam nach fachlich fundierten Lösungen gesucht wird.