N-Monitoring

N-Monitoring im sächsischen Nitratgebiet 2022

Auf dieser Seite finden sie die wöchentlichen Ergebnisse der Nitratschnelltestuntersuchungen auf 20 N-Monitoringflächen im sächsischen Nitratgebiet. Diese sollen Sie bei der Entscheidungsfindung zur jeweils aktuell anstehenden Düngergabe unterstützen oder Sie im besten Falle dazu motivieren den Nitratschnelltest selbst auszuprobieren.

Die Anleitung zum ausprobieren des Nitratschnelltests finden Sie unter folgendem:

Link –> Anleitung zum Selbermachen <–

Um Düngeempfehlungen aus den eigenen Ergebnissen abzuleiten nutzen Sie den folgenden

Link –> Anwendungshinweise vom LfULG <–

Standorte und Düngung

Die N-Monitoring-Standorte sind gleichmäßig in Sachsen verteilt. Bei der Auswahl der Flächen wurde versucht die produktionstypischen Gegebenheiten bestmöglich zu berücksichtigen.
Beschreibungen der Standorte und der Ausgebrachten Düngungermengen werden hier zeitnah ergänzt.

Ergebnisse der wöchentlichen Messungen

PDF im Tabellenformat welches wöchentlich aktualisiert wird

Link –> fortlaufend Ergebnisse <–

Kalenderwoche 21 (23.05.-27.05.)

In der vergangenen Woche befanden sich die Weizenbestände im Großteil Sachsens bereits im Ährenschieben (EC 51-55). Obwohl sich die Düngeempfehlung nach Nitratschnelltest lediglich bis zum Beginn des Ährenschiebens (EC 51) erstreckt, lassen sich diese je nach Bestand noch bis zu Beginn der Blüte anwenden.

Der Düngebedarf der Bestände ist in dieser Woche noch einmal deutlich gestiegen. Nichtsdestotrotz sollten für die Planung einer Qualitätsgabe der Zustand der Pflanzen, die Witterungsbedingungen und die Bodenfeuchteverhältnisse berücksichtigt werden. So leiden beispielsweise Bestände in Teilen Nord- und Südsachsens bereits an Trockenstress und könnten eine weitere N-Gabe dementsprechend nicht mehr effizient nutzen.

Kalenderwoche 20 (16.05. – 20.05.)

Anfang der Woche fiel (16.05./17.05.) in weiten Teilen Nord- und Mittelsachsens endlich der langersehnte Regen. Lediglich im Raum Südsachsen und an der nördlichen Landesgrenze zu Brandenburg blieb es weitgehend trocken, was sich in den Beständen bemerkbar macht. In Kombination mit den hohen Temperaturen war in den Weizenbeständen ein deutlicher Wachstumsschub zu erkennen.

In Hinblick auf die Nitratschnelltestergebnisse wurden zwar vielfach niedrige Werte angezeigt, jedoch lässt sich dies auf einen „Verdünnungseffekt“ durch die Niederschlagsmengen erklären. Bereits am Wochenende oder in der KW 19 gedüngte Bestände konnten dank des Regens schnellverfügbare nitrathaltige Düngemittel wie KAS zügig aufnehmen und in die oberen Blätter transportieren. Die gemessene Nitratkonzentration im unteren Bereich des Halmes blieb daher oftmals gering.

Die am Wochenende angekündigten Niederschläge sowie geringeren Temperaturen in der nächsten Woche sollten eine effiziente Aufnahme von Stickstoff gewährleisten. In Beständen die noch nicht großflächig unter der Trockenheit gelitten haben, sollte in diesem Zeitraum die dritte Gabe zur Absicherung des Ertrages fallen.

Kalenderwoche 19 (09.05. – 13.05.) – Warten auf den Regen

Mit dem dauerhaftem Anstieg der Temperaturen in der letzten Woche hat das Wachstum der Bestände deutlich angezogen. Es befinden sich nun alle Flächen im Schossen. Im nördlichen Teil Sachsens und im Leipziger Land guckt bereits das Fahnenblatt. Auf diesen Schlägen steht in nächster Zeit die Entscheidung über die dritte N-Gabe an. Die Bedingungen hierfür sind jedoch aufgrund der anhaltenden Trockenheit sehr ungünstig. Die letzten Tage haben den Beständen v.a. auf den leichten Standorten stark zugesetzt (siehe Bild aus der Großenhainer Pflege).

In den Beständen zeichnete sich in dieser Woche ein leichter Anstieg des N-Bedarfes ab. Dieser ist mit dem Massewachstum, aber auch der eingeschränkten Nachlieferung aus dem Boden zu erklären. Auf den trockenheitsgeplagten Standorten ist über eine dritte N-Gabe nur bei nennenswerten Niederschlägen in den nächsten Tagen nachzudenken.

Kalenderwoche 18 (02.05. – 06.05.) – N-Monitoring im Nitratgebiet

In dieser Woche zeigte sich auf den ausgewählten N-Monitoring-Flächen ein leichter Anstieg des N-Ernährungszustandes der Weizenbestände. Dies lässt sich zum einen auf die steigenden Temperaturen (Mineralisation) als auch vereinzelt auf die Wirkung der 2. N-Gabe zurückführen. Auch anhand der Entwicklungsstadien ist vor allem im Raum Nordsachsen eine deutliche Veränderung zur Vorwoche zu erkennen. Im Süden von Sachsen zeigt sich für diese Regionen üblich eine verhaltenere Entwicklung der Weizenbestände.

Auf Grund fehlender ergiebiger Niederschlagsmengen sinken die Bodenwassergehalte weiter ab. Dadurch wird die Bestimmung eines optimalen Düngezeitpunktes erschwert.

In unserem neuesten Blogbeitrag geben wir einen Überblick über die Entwicklung der Bodenfeuchte in den letzten Wochen, welche an zwei Standorten regelmäßig mittels verschiedener Methoden untersucht wird (Aktuelle Entwicklung der Bodenfeuchte).

Kalenderwoche 17 (25.04. – 01.05.) – N-Monitoring im Nitratgebiet gestartet

Mit dem Monatswechsel sind wir in unserer N-Monitoring im Nitratgebiet gestartet. Nahezu alle beprobten Weizenbestände hatten zu diesem Zeitpunkt das Stadium des Schossbeginns (EC 30) erreicht. Im Beratungsgebiet nördlich der A 14 ist Entwicklung des ortsüblich nach Raps gesäten Weizens sichtbar weiter vorangeschritten (EC 31, z.T. im Übergang zu EC 32).

Der N-Ernährungszustand der Bestände zeigt sich in vielen Fällen verhalten. Nur auf wenigen Flächen wurde der Farbwert von 4 (>500 mg Nitrat je l Pflanzensaft) angetroffen. Ähnlich wie im letzten Jahr dürfte die Nährstoffaufnahme der Pflanzen bei unterdurchschnittlichen Bodentemperaturen im März und April sichtbar verzögert sein. Die im Boden vorhandenen N-Vorräte (Nmin und 1. N-Gabe) spiegeln sich daher noch nicht in angemessener Weise im N-Ernährungszustand der Pflanzen wieder. Dies dürfte sich mit den nun steigendenden Temperaturen ändern. Kritisch zu sehen ist die in inzwischen deutlich sichtbare Abnahme der Bodenwassergehalte, welche in der nächsten Woche weiter voranschreiten dürfte.