agumenda/ März 18, 2020

Die N-Nachlieferung aus dem Boden bei regelmäßiger organischer Düngung ist schwer zu kalkulieren. Vor allem für Mais und Zuckerrüben, die bis in den Spätsommer wachsen, ist sie aber bedeutsam. In diesem Jahr kann zudem vielerorts auch mit einer erhöhten N-Bereitstellung aus den oft gut entwickelten Zwischenfruchtbeständen gerechnet werden.

Anders als im Getreide, wo die N-Nachlieferung aus dem Boden indirekt über den aktuellen Ernährungszustand des Pflanzenbestandes (N-Tester, Nitratschnelltest) abgeschätzt werden kann, sind Pflanzenanalysen im Mais in der Praxis kaum üblich. Wir haben im letzten Jahr gute Erfahrungen mit der Anlage von Düngefenstern gemacht und werden dies auch in diesem Jahr verstärkt im Mais, sowohl im Rahmen unser Praxisdemonstrationen in Zschettgau und Claußnitz als auch in der Betriebsberatung, umsetzen.

Hierbei sparen die in der Regel organisch düngenden Betriebe an einer repräsentativen Stelle des Schlages eine kleine Teilfläche von rund 10×10 m für uns aus. In diesem ungedüngten Bereich nehmen wir fortlaufend Bodenproben und diskutieren mit den Pflanzenbauverantwortlichen vor Ort, ob eine mineralischen Nachdüngung sinnvoll ist.

Abb. 1 zeigt den Verlauf der N-Mineralisation auf einer regelmäßig organisch gedüngten Fläche im letzten Jahr. Mit dem Wissen, dass innerhalb von 6 Wochen nach der Aussaat rund 50 kg N/ha aus dem Oberboden nachgeliefert wurden, entschied sich der Landwirt auf die übliche Abschlussgabe mit KAS zu verzichten.

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