Das Fachgespräch im vierten Jahr: noch nicht erwachsen, aber auf einem guten Weg

agumenda/ November 16, 2023

Austragungsort in diesem Jahr war Löbau, da diese Region mit der Neuausweisung des Nitratgebietes im letzten November viel Fläche hinzubekommen hat. Auf den überwiegend ertragreichen Standorten suchen Betriebe nach Lösungen, die Erträge bei diesen „engeren Leitplanken“ (Hesse) zu sichern.
Mit dem Fokus auf die Stabilisierung der Erträge und den damit verbundenen N-Entzug auf Trockenstandorten. Dazu lieferten die Referenten unterschiedliche Ansätze. Steffan Hesse, Landwirt aus der Region, gab tiefe Einblicke in seine Betriebsführung vom Nährstoffeinkauf (Abbildung 1) über die Bestandesführung (ISIP) bis zur Mikronährstoffversorgung seiner Pflanzen. Seine Aussage dazu: „Wenn das ‚N‘ reglementiert ist, müssen die vorhandenen Spielräume bei den anderen Nährstoffen genutzt werden, um Ertragsbegrenzungen auszuschalten!“

Abbildung 1

Anke Hoppe, Pflanzenschutzreferentin im LfULG, unterstrich die Wichtigkeit der Kooperation mit den Landwirten und verwies auf den bisherigen Erfolg, an den angeknüpft werden soll und unterstrich die nachweisliche Verbesserung der Wasserqualität der Oberflächengewässerkörper in Sachsen. Um Punkteinträge (Abbildung 2) weiter zu reduzieren, stellte sie auch das vom LfULG mittlerweile gut untersuchte “Biobett“ vor.
Um mehr Gespräch zu ermöglichen, hatten langjährige Partner der Initiative „Landwirtschaftlicher Gewässerschutz“ nun Zeit, sich kurz vorzustellen und die Teilnehmer*innen mit in die Poster-Ausstellung zur langen Mittagspause zu nehmen.

Abbildung 2

Nach der Pause und vielen Gesprächen übernahm Steffen Kümmerer vom digitalen Experimentierfeld ->Link DIABEK (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf). Er präsentierte ausgewählte Ergebnisse aus den zahlreichen OFR-Versuchen und stellte auch eine betriebswirtschaftliche Bewertung der Ergebnisse vor. Bei der teilflächenspezifischen Maisausaat zum Beispiel konnten sie eine Einsparung des Betriebsmittels Maissaatgut nachweisen, aber keine signifikanten Ertrags- und Qualitätsunterschiede (Abbildung 3).

Abbildung 3

Zum Abschluss stellte Dr. Michael Grunert, Referent im LfULG Ergebnisse aus Versuchsstationen Baruth/Pommritz vor, die die Besonderheiten der Standorte für die Region widerspiegelten. Konkret waren es Ergebnisse zur Phosphorversorgung von Weizen und zur Erfassung der Biomasse beim Raps, die unsere Beratungsarbeit stützen (Abbildung 4).

Abbildung 4

Vielleicht fragen Sie sich, woher die Zeichnungen stammen? Die wurden Live während der Veranstaltung mitskizziert von Johanna Benz von -> Link  GraphicreccordingCool  aus Leipzig.
Wir bedanken uns ausdrücklich beim Berufsschulzentrum Löbau für die gute Unterstützung, bei allen Teilnehmern und den Referenten und freuen uns auf das Fachgespräch 2024 in der Region Großenhain. Die Nachlese der Veranstaltung mit allen Vorträgen finden Sie zeitnah -> Link hier.

 

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