Abschluss: N-Monitoring im Winterweizen im sächsischen Nitratgebiet 2024

agumenda/ Mai 17, 2024

Autorin: Nadja Richter

In den vergangenen sechs Wochen testeten wir im Rahmen des Beratungsangebotes zum „Landwirtschaftlichen Gewässerschutz“ im sächsischen Nitratgebiet Weizenpflanzen mittels Nitratschnelltest in sieben Regionen und auf 28 Schlägen wöchentlich, um den N-Ernährungszustand festzustellen und im zeitlichen Ablauf zu dokumentieren.

Insgesamt konnte im Laufe der vergangenen Wochen der Anstieg des Düngebedarfes der Weizenbestände beobachtet werden. Zu Beginn der Untersuchungen Kalenderwoche 15 (08-12.04) war der Großteil der Weizenbestände aufgrund der guten Mineralisierungsbedingungen, warm und feucht, optimal mit Stickstoff aus dem Boden und von den ersten zwei N-Gaben versorgt. Im weiteren Zeitverlauf ließ sich, besonders in KW 18 (29.04-06.05.) beobachten, dass die Anzahl der gut versorgten Bestände stetig sank und der Düngebedarf deutlich stieg (Abbildung 1. Ergebnisse des N Monitorings nach KW).

 

Abbildung 1: Ergebnisse des n-Monitorings nach KW

Die Wasserversorgung der Pflanzen war regional sehr unterschiedlich. Der Großteil der Flächen in Sachsen hatte zum Zeitpunkt der 2. N-Gabe noch eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit, um die N-Aufnahme zu gewährleisten. Zur dritten N-Gabe breitete sich jedoch in einigen Regionen bereits die bekannte Trockenheit aus, befördert durch ausbleibenden Niederschlag und heftigen Wind.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Nitratschnelltest eine schnelle und günstige Methode zur Nachverfolgung der N-Versorgung von Winterweizen ist. Der Zeitpunkt und die Menge der 2. und 3. N-Gabe können besonders auf nachlieferungsstarken oder mit Organik gedüngten Böden gut abgeschätzt werden.

Die wöchentlichen Ergebnisse und Zusammenfassung finden Sie unter folgendem –> Link

Share this Post