Mission Regenwurm – Teil 1- Zwangsauszug aus dem Tiefparterre
Nach langer Vorbereitung und Planung fand in dieser Woche die Regenwurmbeprobung auf dem Bodenbearbeitungsdauerversuch in Rackwitz beim Südzuckerbetrieb Loberaue statt. In den vier Varianten Pflug, Direktsaat, Mulchsaat tief und flach wurde nach Regenwürmern gegraben. Dazu wurden Löcher mit einem Durchmesser von 40 cm und 20 cm Tiefe ausgehoben (Bild 1) und die Erde in Eimer gefüllt, um am darauffolgenden Tag die Regenwürmer auszulesen. In das ausgehobene Loch wurde anschließend ein Senfmehl-Wasser-Gemisch gegeben (Bild 2) und mit einer Pappe 10 Minuten abgedeckt. Dieser Schritt erfolgte, um zusätzlich die Tiefgräber aus ihren Verstecken zu locken. In der Direktsaat-Variante sind wir fündig geworden (Bild 3). Die Würmer wurden im Anschluss von der Senfmischung befreit und in einem Gefäß für die spätere Wiegung und Art-Bestimmung aufbewahrt. Je Variante wurden 2 Löcher ausgehoben und beprobt, sodass am Ende eine verbindliche Aussage zur Regenwurmbesiedlung in Abhängigkeit von der Bodenbearbeitung getroffen werden kann.
Dass Regenwürmer wichtig für die Bodenfruchtbarkeit sind, ist längst bekannt. Eine weitere positive Wirkung der Regenwurmaktivität ist in Bild 4 zu sehen. Die Wurzeln des Weizens nutzen die Röhren der Würmer um schnell in tiefere Schichten zu wachsen, wo noch Feuchtigkeit und Nährstoffe verfügbar sind, wenn die obere Bodenschicht austrocknet.
Wie viele Regenwürmer in den verschiedenen Bearbeitungsvarianten gefunden wurden, erfahrt ihr im zweiten Teil der Mission „Regenwurm“.
