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Ausnahmsweise windstill – Sommerfeldtag in Methau

30. Juni 2026
Katharina Schmidt

Wie gewohnt aus den letzten Versuchsjahren stellte die Methauer AGRO AG eine von der Bundesstraße B175 weithin sichtbare Versuchs- und Demonstrationsfläche zur Verfügung. Meist ist der Standort auch exponiert für einen frischen Wind bei den regelmäßigen Feldbegehungen, doch anders verhielt es sich beim Sommerfeldtag am 24. Juni 2026. Bei windstillen 32 Grad im Schatten fanden sich trotz der Temperaturen viele Gäste ein – frischen Wind gab es dafür bei den angebotenen Fachinformationen.

Wir stellten unseren diesjährigen Düngeversuch im Winterweizen vor (die Varianten finden Sie auf unserem Poster zum Feldtag) und hatten die ersten Ergebnisse im Gepäck: die Nitratnachlieferung fiel in diesem Jahr deutlich geringer aus als im Vorjahr. In vorhergegangen Jahren waren die ungedüngten Kontrollparzellen in Methau kaum von den gedüngten Parzellen zu unterscheiden, weil aus den Bodenvorräten stets viel Stickstoff nachgeliefert worden war. Ebenso ungewöhnlich war eine geringe Versorgung der Versuchsparzellen mit Phosphor und Kali. Ein Zusammenhang zwischen dem Mangel an Makronährstoffen und einer verschlechterten Stickstoffaufnahme zeichnet sich ab und dient so als Beispiel für die Risiken einer unausgewogenen Nährstoffversorgung.

Eine weitere Besonderheit dieses Versuchsjahres ist die Vorfrucht Winterweizen auf der gesamten Versuchsfläche. Diese Voraussetzung, plus der relativ späten Saat (23.10.2025), mit frühem Wintereinbruch und sehr nassen Bedingungen zur Aussaat stellen eine gute Möglichkeit dar, vorteilhafte Düngestrategien unter schwierigen Verhältnissen im Versuch herauszustellen. Für den im Versuch angebauten Weizen der Sorte „Pontiform“ wurde nach letztjähriger Zulassung als E-Weizen ein entsprechend höherer Düngebedarf angesetzt. In den Ernteergebnissen wird sich zeigen, ob die Sorte auch unter ungünstigen Rahmenbedingungen den gedüngten Stickstoff in Vermarkungsqualität umsetzen konnte.

Vielen Dank allen Feldtagsgästen für die konstruktiven Fragen und die hohe Aufmerksamkeit an unserer Station und natürlich auch ein großes Lob an das Organisationsteam.