Marc Buechner/ Juni 13, 2019

 

 

Quelle: AgUmenda GmbH

Feldtag des FBZ Wurzen in der Agrargenossenschaft Pomßen e.G. 13.06.2019

„Landwirtschaftlicher Gewässerschutz“

In der Agrargenossenschaft Pomßen e.G. fand am 13.06.2019 der diesjährige Feldtag des Förder- und Fachbildungszentrums Wurzen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie statt.  Neben spezifischen Fragen des Acker- und Pflanzenbaus wurde zum Themenfeld “landwirtschaftlicher Gewässerschutz“ informiert.

Mit der Umsetzung der neuen Düngeverordnung traten in mit Nitrat belasteten Gebieten zusätzliche Maßnahmen in Kraft.

  • Nährstoffuntersuchung von Wirtschaftsdüngern, einschließlich Gärrückständen aus Biogasanlagen vor der Aufbringung
  • Bodenuntersuchung auf verfügbaren Stickstoff vor der Aufbringung wesentlicher Mengen an Stickstoff
  • Verlängerung der Sperrfrist für die Aufbringung von Festmist von Huf-/Klauentieren und Kompost

Mehr Informationen auf der Webseite des LfULG: https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/Fachbeitrag_DueReVO_03_19.pdf

Deren flächenmäßige Festlegung anhand der offiziellen Messstellen war daher ein zentrales Thema der Veranstaltung und sorgte für erheblichen Gesprächsbedarf zwischen den Anwesenden. Bei vielen betroffenen Landwirten besteht nach wie vor Informationsbedarf darüber, nach welchen Kriterien und mit welchen Verfahren die jeweiligen Gebietskulissen festgelegt wurden. Auf der Veranstaltung wurden hierzu nähere Informationen gegeben.

Kurzinformation auf der Webseite des LfULG: https://www.landwirtschaft.sachsen.de/download/Kurzinformation_Nitratgebiete.pdf

Im Anschluss hieran präsentierte die Beratungsgesellschaft AgUmenda GmbH Möglichkeiten für einen effizienten Nährstoffeinsatz. Im Auftrag für das LfULG berät das Unternehmen Landwirte in Sachsen in den Nitratgebieten, um die Nährstoffeffizienz zukünftig weiter zu steigern. Am Standort in Pomßen wurde in Zusammenarbeit mit dem gastgebenden Betrieb eine Felddemonstration zur Teilflächen spezifischen Bearbeitung angelegt. Durch Beachtung der Unterschiede im Schlag soll zukünftig noch präzisierter Dünger appliziert werden, wodurch die Düngermenge reduziert werden kann.

Der Geschäftsführer vom Wassergut Canitz GmbH – ein landwirtschaftliches Tochterunternehmen der Leipziger Wasserwerke – erörterte die Vorteile eines angepassten Ökolandbaus. Neben den Vorzügen im Hinblick auf die Nährstoffeinträge in das Grundwasser verwies er auch auf ein gutes ökonomisches Ergebnis seines Betriebes und hofft auf weiter Umstellungs-interessierte Betriebe.

Prinzipiell waren sich die Anwesenden einig, dass die Landwirtschaft ein Eigeninteresse an der Reinhaltung von Luft und Wasser hat. Wichtig hierbei ist aber auch, dass der Praktiker sich auf die ordnungsrechtlichen Vorgaben verlassen kann. Nur so kann über Transparenz Überzeugung innerhalb des Berufsstandes und der oft kritischen Bevölkerung geschaffen werden.

Share this Post